Die Kirche St. Norbert hat die Menschen auf dem Löverick 60 Jahre begleitet – ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Geschichte. In den letzten Jahren hat sich die Pfarrei St. Georg verändert: Weniger Gottesdienstbesucher in einer größeren Pfarrei mit mehr (räumlich nah aneinander liegenden) Kirchen und sinkende Einnahmen bringen neue Herausforderungen. Deshalb hat der Kirchenvorstand schon vor längerer Zeit entschieden, das Gebäude der St.-Norbert-Kirche zu veräußern.
Nach intensiven Gesprächen zeichnet sich nun eine zukunftsbietende Lösung ab: Die St.-Norbert-Kirche soll ein Ort für Kultur und Begegnung bleiben. Sie wird sehr wahrscheinlich an einen Investor verkauft werden, der sie dem Kulturort Alte Molkerei zur Verfügung stellt. So bliebe die Kirche als Denkmal erhalten und öffnete sich für Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen.
Die Profanierung ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Im Inneren soll das Gebäude dann umgestaltet und für den Kulturbetrieb hergerichtet werden. Äußerlich bleibt es wegen des Denkmalschutzes unverändert. Die Pfarrei möchte die kommenden Schritte gemeinsam mit allen gehen, die sich mit der St.-Norbert-Kirche verbunden fühlen. Ideen für die Gestaltung des Abschieds sind herzlich willkommen!
Die KiTa St. Norbert und das Pfarrheim St. Norbert mitsamt Außengelände bleiben im Besitz der Pfarrei St. Georg. Das Gerburgisheim des Caritasverbandes und das ehemalige Pfarrhaus St. Norbert werden ebenso wenig angetastet.
Die Räumlichkeiten der Alten Molkerei e.V. an der Werther Straße beherbergen seit 2001 den Kulturbetrieb des ausschließlich von Ehrenamtlichen betriebenen Kulturortes. Auch wenn der Verein dem Vermieter dankbar ist für die Möglichkeit zu Musik-, Theater-, Comedy-, Kabarett- und sonstigen Aufführungen, so ist es doch an der Zeit für räumliche Veränderungen. Der Eigentümer sucht schon längere Zeit nach einem Käufer für das gesamte Gelände an der Werther Straße; der Verein nach neuen Räumen, die vor allem Barrierefreiheit und bessere räumliche Bedingungen bieten. Vorstand, Mitglieder und HelferInnen sehen in der St.-Norbert-Kirche eine gute Möglichkeit zum zukunftsgerichteten Kulturbetrieb. Ein namentlich noch nicht genannter Investor steht bereits in engen Gesprächen mit dem Vorstand. Ein Bocholter Architekturbüro prüft die technische und kostenmäßige Machbarkeit. Die Alte Molkerei sucht auch nach Sponsoren, die mit dem Investor den nötigen Umbau finanzieren. Mit der Stadt Bocholt und dem Denkmalschutz ist eine gute Zusammenarbeit angestrebt.
Alle Beteiligten hoffen auf positive Ergebnisse und erfolgreiche Weiterführung der Alten Molkerei in der St.-Norbert-Kirche.
Für den Kirchenvorstand: Pfarrer Matthias Hembrock
Für den Vorstand der Alten Molkerei: Jochen Hebing
